Kultur- und Veranstaltungs- management in der Praxis

Hallo Nachbarschaft - Praxisseminar an der Universität Hamburg im Sommersemester 2016.


“Hallo Nachbarschaft” – Planung und Organisation einer künstlerisch-kulinarischen Veranstaltung im Rahmen der Hallo Festspiele.
Praxisseminar an der Universität Hamburg im Sommersemester 2016.
Die Planung und Durchführung von Veranstaltungen und Projekten sind zentrale Aufgabenfelder im Kulturbereich.Im Rahmen des Seminars „Hallo Nachbarschaft“ werden wir uns eingehend mit dieser Thematik befassen, indem wir eine eigene Projektidee entwickeln und diese im Rahmen der Auftaktveranstaltung „Hallöchen“ der „Hallo Festspiele“ am 21.05.2016 in die Tat umsetzen. 
Die „Hallo Festspiele“ sind ein Spielraum für langfristige, künstlerische Raumentwicklung und vor allem für neugierige Menschen. 2016 ist dieser Raum, wie bereits im Vorjahr, das Kraftwerk Bille in Hammerbrook. Um hierfür ein langfristiges Nutzungskonzept in Zusammenarbeit mit der Nachbarschaft zu entwickeln, erkundet „Hallo“ mit den zweimonatig stattfindenden Auftaktveranstaltungen „Hallöchen“ seine Umgebung und gipfelt in einer großen einwöchigen Veranstaltung Anfang September: den „Hallo Festspielen“. 
Die „Hallöchen“ ziehen durch die Stadt – mal trifft man sich in einem Hammerbrooker Imbisslokal, mal imAtelier einer Künstlerin oder in den Räumen befreundeter Kulturinstitutionen. Hier begegnen sich Menschen mitverschiedenen Hintergründen, diskutieren und lernen sich kennen. So entsteht ein offenes, transdisziplinäres Netzwerk, zu dem jede*r auf eigene Art und nach eigenem Maß partizipieren und Teil der Hallo-Gemeinschaft werden kann.
Das große „Hallöchen“ am 21.05.2016 stellt mit seinem erweiterten Programm eine Besonderheit dar, da hierauch erstmals an den Ort des Kraftwerks selbst eingeladen wird. Innerhalb des Seminars wollen wir für diesen Rahmen eine künstlerische Strategie mit kulinarischem Schwerpunkt erarbeiten, damit die Nachbarschaft erkunden und erstmals an den zukünftigen Festivalstandort einladen. Dort sollen dann Ideen und Wünsche an einem Tisch (oder auf einer Picknickdecke) zusammenkommen. Denn Kochen und Essen verbindet. Es führt zugeselliger Zusammenkunft, Gespräch, Kreativität, Ritual und Improvisation. Denn „Hallo“ bedeutet auch Spielenund Experimentieren, vieles wird erst im Prozess und vor Ort entstehen. Hier treffen sich Menschen mit Ideen, unterschiedlichen Herangehensweisen und Wissensständen, die gemeinsam an der transdisziplinären Gestaltungdes Ortes zusammen wirken. „Hallo“ interessiert auch, was zuvor am Ort geschehen ist, welche Bedarfe es dortheute gibt, was die Nachbarschaft in die kommenden Festspiele einbringen möchte – materiell wie ideell – undwas als langfristige Nutzung des Kraftwerks fortbestehen soll. Somit bleibt „Hallo“ nicht unter sich, sondern öffnet gemeinsam mit den Menschen vor Ort den Raum. Dabei ist das Ziel des Hallo-Kollektivs, den Raum nicht nur kurzfristig für die Veranstaltungen, sondern durch das gewonnene Wissen auch langfristig mit einemNutzungskonzept für interessierte Gestalter*innen von nah und fern einerseits und eine größere Öffentlichkeit andererseits zugänglich zu machen. 
„Hallo“ wird getragen vom „Viele Grüße von – Verein zur Förderung raumöffnender Kultur e.V.“ und zeigt amBeispiel der eigenen Struktur und Erfahrung, die sich über die letzten Jahre entwickelt hat, wie Raumöffnung auch anders funktionieren kann. Hallo bildet Departments, welche Konzepte für die „Hallo Festspiele“ entwickeln: „Diskurs“, „Gehirn“, „Kommunikation“, „Küche“, „Musik“, „Performance“, „Produktion“, „Licht“,„Raum“, „Vermittlung“ und „Spiel“ sind bislang die abstrakten Denkeinheiten, die sich schließlich vor Ort, am Kraftwerk Bille, manifestieren und ganz konkret Aspekte des Kulturmanagements wie z.B. Vereinsgründung,Behördengänge, Fundraising, temporäre Architektur, Öffentlichkeitsarbeit Musik-Booking und Produktionsplanung umsetzen.

Die Studierenden entwickeln gemeinsam ein Praxisprojekt im Veranstaltungsbereich und setzen dieses innerhalb von zwei Monaten um.
Sie erarbeiten sich theoretisches Wissen über künstlerische Raumöffnungsstrategien sowie praxis-orientierte Kenntnissein Bezug auf Planung und Durchführung von (Kultur-)Projekten am Beispiel des Veranstaltungsformates „Hallöchen“ der „Hallo-Festspiele“.
Die praktische Arbeit ermöglicht den Seminarteilnehmer*innenzudem, die reale Projektorganisation und -durchführung aktiv zu durchlaufen und zu reflektieren, sowie Lösungsstrategien für typische Praxisprobleme zu entwickeln. Soziale Kompetenzen werden durch tiefgreifende Erfahrungen in den Bereichen Teamarbeit, Nachbarschaftsintegration sowie gemeinsames Kochen und Diskutieren erweitert.


Dozent*innen: Dorothee Halbrock, Daniel Kalinke 
(Viele Grüße von - Verein zur Förderung raumöffnender Kultur e.V.)
mit Beiträgen von Jasmin Baltres, Ralf Harder und Lena Ingwersen
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